Digitalpakt – Update 10: Ab September 2019 Anträge in NRW

In gut 2 Wochen sollen Mittel aus dem Digitalpakt in NRW beantragt werden können, wie das Schulministerium NRW in einer Pressemitteilung zum Schuljahresstart mitteilte.

Das Haus von Ministerin Gebauer kam damit seiner Verpflichtung nach, unter Beachtung der Bedingungen in der Bund-Länder-Vereinbarung eine Förderrichtlinie zur konkreten Vergabe der Mittel in NRW zu erarbeiten.

Die Richtlinie werde in Kürze veröffentlicht, ab Mitte September stehe den Schulträgern ein Online-Verfahren zur Verfügung, über das die vom Bund bereitgestellten Mittel bei den jeweiligen Bezirksregierungen beantragt werden können.

(Zur Pressemitteilung des MSB NRW vom 23.08.2019,
zum „Faktenblatt Digitalpakt“ des MSB NRW.)

Programmieren in der Grundschule!?

Heute lassen sich Medienkoordinierende durch Partnerinnen des Kölner Startups codiviti UG sowie durch eigene Lehrerinnen zeigen, wie sich Grundschulkinder Programmieren erschließen können: Nach einem Impulsvortrag werden im Rahmen eines Workshops verschiedene Werkzeuge (Ozobot, Calliope mini, Dash, LEGO Mindstorms EV3, Robo Wunderkind, Scratch jr.) beispielhaft selbst ausprobiert.

Mit der Veranstaltung wird auch die Mädchenförderung in den Blick genommen.

Selbst programmieren sowie das Erkennen und Verstehen von Algorithmen sind wesentliche Bestandteile des Kompetenzbereichs „Problemlösen und Modellieren“ des MKR NRW, der bis Ende des kommenden Schuljahres in die Medienkonzepte der Schulen einzuarbeiten ist.

Ein zweite Veranstaltung folgt im Spätsommer/Herbst 2019.

Digitalpakt – Update 9: Ministerin unterzeichnete Vereinbarung

Heute unterschrieb NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer die Verwaltungsvereinbarung zum Digitalpakt – NRW hat die Bund-Länder-Vereinbarung damit ratifiziert.

Als nächsten Schritt möchte NRW nun „schnellstmöglich“ die darin vorgesehenen Förderrichtlinien ausarbeiten.

Die Ministerin wies darauf hin, dass die Schulen ihre Medienkonzepte auf Grundlage des Medienkompetenzrahmens (MKR) NRW überarbeiten bzw. erstellen müssten, um Mittel beantragen zu können.
Die Pressemitteilung enthielt jedoch keinen Hinweis darauf, wann die Lehrpläne angepasst sein werden, in die einerseits die Vermittlung der Kompetenzen nach dem MKR einfließen sollen und nach denen sich andererseits die Medienkonzepte richten sollen.

Weiterlesen „Digitalpakt – Update 9: Ministerin unterzeichnete Vereinbarung“

Digitalpakt – Update 8: Die Schwierigkeiten

Der im Bereich der Infrastruktur gesetzte Schwerpunkt des Digitalpakts ist zu begrüßen: Mit der „Finanzspritze“ lassen sich Planung, Beschaffung und Inbetriebsetzung strukturierter Vernetzungen, WLANs, Server-/Speicherlösungen oder Aufbau bzw. Weiterentwicklung von Lern-/Kommunikationsplattformen oder Cloudangeboten realisieren. Hierbei handelt es sich um Investitionen, die zumeist lange genutzt werden können.

Anders verhält es sich hingegen bei ebenfalls unbeschränkt förderfähigen „Anzeige- und Interaktionsgeräten“ (d. h. IWBs, interaktive Displays, Beamer oder Großmonitore), deren Nutzungsdauer max. 10 Jahre betragen dürfte: Hier ist die Anschaffung ohne größeren planerischen Vorlauf möglich, jedoch sollte bei Lieferung gleich bedacht werden, wie man das Nachfolgeprodukt einige Jahre später sowie die Entsorgung des Altgerätes finanziert.

Weiterlesen „Digitalpakt – Update 8: Die Schwierigkeiten“

Digitalpakt – Update 7: Der Bund ist fertig

Erwartungsgemäß nahm auch der Bundesrat in seiner Sitzung am 15.03.2019 das Vermittlungsergebnis an. Die Grundgesetzänderung kann – nach entsprechender Verkündung – nunmehr in Kraft treten. Die Schulen in NRW können sich auf insgesamt  ca. 1,16 Mrd. Euro in 5 Jahren freuen.

Die Länder sind nun nach einer Verwaltungsvereinbarung aufgefordert, Antragsverfahren zu entwickeln und verantwortliche Behörden als Ansprechpartner für Bund und Schulträger zu benennen.
Auch aufgrund haushalts-, vergabe- und förderrechtlicher Bestimmungen kann realistischerweise von einer Verfügbarkeit der Mittel in größerem Umfang erst im Jahr 2020 ausgegangen werden, kleinere Budgets für Beschaffungen ohne Ausschreibungsbedarf könnten den Schulen evtl. auch noch in diesem Jahr zugute kommen.

Antragsberechtigt werden die Schulträger sein, Mittel können für einzelne Schulen nur nach Vorlage und Prüfung eines technisch-pädagogischen Einsatzkonzeptes, also eines Medienkonzepts, bewilligt werden.

Da Schulträger müssen zwingend eine Investitionsplanung für alle in die Anträge einzubeziehenden Schulen vorlegen, die auch den IT-Support umfasst – dies kommt einer Medienentwicklungsplanung gleich, die sich hier dringend empfiehlt.